Die Gewebespende – Was machen wir?


 

Die Gewebespende 

 

Die Gewebemedizin stellt einen bedeutenden Teilbereich der Transplantationsmedizin dar. Allein in Deutschland werden wesentlich mehr Gewebe als Organe transplantiert. Trotz aller medizinischen Fortschritte ist für viele Patienten nach wie vor die Transplantation von Geweben die einzige Alternative zur Behandlung ihrer Erkrankung und Rehabilitation.
Im Gegensatz zur Organspende werden die Gewebe nicht gleich verpflanzt. In den Gewebebanken werden aus den entnommenen Gewebepräparaten qualitativ hochwertige Gewebetransplantate hergestellt.

  


Rechtliche Grundlagen der Gewebespende in Deutschland

  • Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung  von Organen und Geweben
    (Transplantationsgesetz - TPG)
  • Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz - AMG)
  • Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV)
  • Verordnung über die Anforderungen an Qualität und Sicherheit der Entnahme von Geweben und deren Übertragung nach dem Transplantationsgesetz (TPG-Gewebeverordnung)

 

Welche Gewebe können gespendet und transplantiert werden?

  • Herz/Herzklappen
  • Hornhaut (Auge)
  • Knochen, Sehnen, Bänder, Faszien
  • Blutgefäße
  • Haut
  • Amnion

Die Entnahme von Organen und Geweben ist eine Operation und keine Obduktion.

Nur mit größter Sorgfalt entnommene Organe bzw. Gewebe können in der Folge wieder transplantiert werden.

 

 

Folgende Zeiträume für die Gewebeentnahme sind möglich:

 

Ophthalmologisches Gewebe: bis zu 72 Stunden nach Herz-Kreislaufstillstand
Muskuloskelettales Gewebe: bis zu 36 Stunden nach Herz-Kreislaufstillstand

Kardiovaskuläres Gewebe:  bis zu 36 Stunden nach Herz-Kreislaufstillstand